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_______ 10 März 2008 ______________________________________________________________________________________________________________________________________

Forum steht wieder. !!! Für alle die schon angemeldet waren : Bitte neu anmelden. !!!

_______ 09 März 2008 ______________________________________________________________________________________________________________________________________

Seit drei stunden ist das Forum tot warum und wieso? Keine Ahnung aber spätestens 3 Uhr früh wird ein neues zu verfügung stehen. Ich bitte um vertändnis und

versucht es später noch einmal.

_______ 16 Mai 2007 _______________________________________________________________________________________________________________________________________

!!!!!!!!! Neue Seiten Online !!!!!!!!!

Ich hoffe sie gefallen Euch!!!!

Im Februar 2005 reisten wir im Rahmen unserer Praxissemester nach Playas in Ecuador.
Playas liegt am Pazifik, ca. 100 km entfernt von der 3 Mio.-Metropole Guayaquil.

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Uns erwartete eine 30000EW- Stadt, welche aus 56 Ortsteilen besteht.
Wir fanden ein von der Stadt ins Leben gerufenes Rehabilitationszentrum vor, welches aber leider keine dauerhaft-konsequente Unterstützung für gehandicapte Personen darstellte.
Des weiteren trafen wir auf eine relativ aktive Frauengruppe, welche sich vor Jahren unter Anleitung von Prof. Albrecht und der INNFA- Mitarbeiterin Gloria Yagual formierte.
Im Rahmen unserer Arbeit gründete sich ein weiteres „Comité de Rehabilitation“ im Ortsteil Data de Villamil.
Unser Hauptanliegen war der Versuch der Integration  behinderter Menschen ins „Centro de Rehabilitación“, die Beratung der Familien in heilpädagogischen Fragen und das Anregen einer konsequenten Netzwerkarbeit zwischen den integrativ tätigen Organisationen und Institutionen in der Provinz Guayas.
Wir arbeiteten regelmäßig im therapeutisch-pädagogischen Bereich im „Centro“ und mehrmals wöchentlich in 2 Stadtvierteln. Dort gab es Versammlungen (Reuniónes) mit den Eltern in Schulen und der INNFA-Zentrale zur Thematik „Community Based Rehabilitacion“ (C.B.R.) und regelmäßige Hausbesuche zur Erstellung von Anamnesebögen und  zur Familienberatung.

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Wir versuchten auch im Rahmen von 3 Schulbesuchen die Lehrerschaft von der Notwendigkeit der Integration/ Inklusion von gehandicapten und lernbehinderten Kindern  zu überzeugen.
Im  Verlauf unseres Aufenthaltes ergaben sich auch eine Reihe glücklicher Umstände. So lernten wir durch unseren zu der NGO „Fasinarm“ bestehenden Kontakt die holländische Professorin Astrid Dellemann kennen. Sie arbeitet seit mehr als 15 Jahren in Lateinamerika und initiierte ein C.B.R.- Projekt  in Nicaragua. Sie leitete am Ende unseres Aufenthaltes ein 4-tägiges Seminar für ca. fünfzig Eltern/Lehrer/ Freiwillige zum Thema „Inklusion behinderter Kinder“ im Gemeindesaal der Stadt.
Die erst seit Dezember 2004 neu gewählte Stadtverwaltung änderte ihr Bewusstsein gegenüber dem vorher vernachlässigten sozialen Sektor und stellte im April ihren ersten Sozialarbeiter ein. Des weiteren versuchten sie das „Centro“ umzustrukturieren, dazu gehörte die Einstellung neuer Ärzte und Mitarbeiter. Sie brachten außerdem neben der Christoffel Blindenmission die restlichen Kosten für das Seminar auf und stellten den Veranstaltungsort.

 

Wir versuchen längerfristig den Kontakt nach Playas aufrechtzuerhalten. Die Stadtverwaltung   steht weiterer Zusammenarbeit sehr positiv gegenüber und würde evtl. auch eine kostenlose Unterkunft für freiwillige Helfer zur Verfügung stellen. Marcos Preciado, der „Promotor social“, wurde gerade durch Frau Dellemann angeleitet, unsere Gemeinwesenarbeit im Rahmen der Information und Beratung der Familien fortzusetzen.
Jegliche Art der Unterstützung ist natürlich willkommen. Dies reicht von der Bereitstellung von Hilfsmaterialen für das „Centro“, Sach-, Geldspenden, freiwillige Helfern vor Ort sowie Informationen  jeglicher Art.

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Die Arbeit vor Ort wäre breit gefächert und hält viel Möglichkeiten bereit. Ansprechpartner wären Senora Gloria Yagual (INNFA), Sozialarbeiter Marcos Preciado und als fachlicher Beistand Astrid Dellemann. Zur Zeit sind 3 Personen am Projekt interessiert und könnten evtl. im Laufe des nächsten Jahres in Playas aktiv werden. Die Gründung eines breitgefächerten
Unterstützerkreises zum Aufbau eines dauerhaft arbeitenden „Netzwerk für Playas“ wäre natürlich die Ideallösung.

über das pamphlet zu CBR:

ist von Prof. Friedrich Albrecht, HS- Zittau- Görlitz/ Fachbereich Sozialwesen

Weblink:

http://www.hs-zigr.de/~albrecht/index.html

 

Community Based Rehabilitation (CBR)

Als Antwort auf das Versagen der institutionenbasierten Rehabilitation in den Ländern der Dritten Welt werden seit den 70-er Jahren gemeinwesenorientierte Strategien der Rehabilitation in den Vordergrund gerückt. Sonderpädagogische Zentren dominieren zwar gegenwärtig noch de facto die Praxis, werden aber aus programmatischer Sicht mittlerweile als überholtes Lösungsmodell für die Länder des Südens angesehen. Bedeutende Multiplikatoren dieser Überzeugung sind vor allem die verschiedenen UN-Organisationen wie WHO, UNESCO, UNDP oder ILO. Von hier und einigen grassroots-Initiativen (z.B. PROJIMO in Mexiko) gingen im wesentlichen die entscheidenden Impulse aus. Demgegenüber spielen nationale politische Institutionen (Erziehungs-, Gesundheitsministerien u.a.), sonderpädagogische Zentren oder Universitäten eine untergeordnete wenn nicht gar kontraproduktive Rolle.
Das bestimmende Merkmal gemeinwesenorientierter Konzepte ist die Intention nach hoher Dezentralisierung präventiver und rehabilitativer Maßnahmen und der bewußten Einbezug der "Bedingungen vor Ort".

CBR geht zurück auf ein Handlungskonzept, das von einem Team um Einar HELANDER für die WHO in den 70er Jahren entwickelt wurde. Es zielt vor allem (aber nicht ausschließlich) auf die ländlichen Gebiete der Dritten Welt, in denen immer noch die Mehrheit der Bevölkerung lebt. Nach Erfahrungswerten kann man davon ausgehen, daß in diesen Gebieten knapp 70% der Menschen mit Beeinträchtigungen mit einfachen Mitteln innerhalb der Familie und Gemeinschaft geholfen werden kann, und zwar unter Einbezug aller am Ort oder der näheren Umgebung befindlichen Ressourcen - also etwa Basisgesundheitsdienste oder Primarschulen etc.. Eine sehr wichtige Rolle innerhalb dieses Konzeptes haben lokale freiwillige HelferInnen (CBR-workers), die die beeinträchtigten Personen und deren Familien unterstützen und anleiten und über eine zentrale Koordinierungstelle Kontakt zu Fachleuten der Sondererziehung, der beruflichen Rehabilitation oder der Medizin halten, welche gegebenfalls zu Konsultationen herangezogen werden können.
Die freiwilligen HelferInnen erhalten in der Regel eine dreimonatige Kurzausbildung, die allerdings nicht am Stück, sondern in mehreren Phasen absolviert wird, da sie nicht stofflich überfordert werden sollen und außerdem durch möglichst direkte Anwendung des Erlernten in der Praxis eine erneute Motivation erhalten sollen. Nach dem Start eines CBR-Programmes liegt die Hauptverantwortung also bei den lokalen Kräften und den Familien der Gemeinschaft, womit sichergestellt sein soll, daß die einzelnen Aktivitäten aus der Gemeinschaft hervorgehen und von ihr getragen werden.
Als Arbeitshilfe für diesen Prozeß ist das von der WHO herausgegebene Manual "Training in the community for people with disabilities" gedacht. Es enthält Sub-Manuals für die freiwilligen HelferInnen, für kommunale Rehabilitationskomitees, für Menschen mit Beeinträchtigungen und für PrimarschullehrerInnen. Außerdem enthält es 30 sogenannte "training-packages" für beeinträchtigte Personen und/oder deren Familienmitglieder. Sie enthalten Grundinformationen über die verschiedenen Beeinträchtigungen und über einfache rehabilitative Maßnahmen, die den beeinträchtigten Menschen helfen, täglich notwendige Aktivitäten zu erlernen und auszuführen, wie z.B. essen, anziehen, kommunizieren, spielen, zur Schule gehen, arbeiten, sich an sozialen Aktivitäten beteiligen. Von großer Bedeutung ist, daß das training-manual nicht als universell verwendbarer Leitfaden verstanden wird, sondern sowohl in die lokale Sprache übersetzt, wie auch an die jeweilige Kultur und die lokalen Gewohnheiten adaptiert wird.
Als weitere "Traditionslinie" von CBR kann man mittlerweile den Ansatz des Village Rehabilitation Center benennen. Hierbei handelt es sich um eine Einrichtung, die in einer zentral gelegenen Ortschaft Serviceleistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Familien aus verschiedenen Dörfern des Einzugsgebietes anbietet und darüberhinaus in der Peripherie weitere kleine 'Sub-Centers' mit gemeindeorientierten Hilfen unterhält. Außerdem steht es in Verbindung mit einem (in der Regel urbanen) Zentrum, das über spezialisierte Hilfeleistungen verfügt. Diese werden für die Fälle, die zu kompliziert für die Equipe des Village Rehabilitation Centers sind, zur Verfügung gestellt.
Auch das Village Rehabilitation Center folgt der Maxime, Rehabilitation nach Möglichkeit direkt vor Ort, in der Gemeinschaft durchzuführen. Im Gegensatz zum klassischen WHO-Konzept wird aber den kleinen dörflichen Zentren, geleitet von interessierten Personen der Gemeinschaft, eine sehr wichtige Funktion zugeschrieben.
Das bekannteste Projekt, das nach diesem Prinizip arbeitet, ist das im mexikanischen Ajoya beheimatete PROJIMO. Es wird von Personen mit Beeinträchtigungen dirigiert, und auch die Belegschaft setzt sich zum großen Teil aus beeinträchtigten Gemeindemitgliedern zusammen. Obgleich die meisten über eine geringe formale bzw. über eine nonformale Bildung verfügen, haben sie sich eine breite Palette von Rehabilitationsfähigkeiten und -fertigkeiten angeeignet, die Beratungskompetenz, medizinische Grundversorgung, Physio-, Beschäftigungs- bzw. Arbeitstherapie und Weiterbildungskompetenz sowie die Produktion von orthopädische Geräten, Rollstühlen und anderen (low-cost-)Hilfen und Ausstattungsgegenständen umfaßt. Dokumentiert und methodisch verarbeitet ist diese Arbeit in verschiedenen Publikationen, die sich sowohl von der thematischen als auch der gestalterischen Bearbeitung her als unverzichtbar für sonderpädagogische Maßnahmen in der Dritten Welt erweisen. So avancierte David WERNERs Buch "Disabled Village Children" zu einem internationalen Standardwerk der gemeinwesenbasierten Rehabilitation und ist mittlerweile in allen Kolonialsprachen und in Arabisch erschienen.

Festzuhalten ist:
Auf der Suche nach einer angepaßten Strategie, die am weitestgehenden der sozialen, ökonomischen und kulturellen Situation vor Ort Rechnung trägt, ist gegenwärtig die Community Based Rehabilitation der adäquateste Ansatz. Dieser setzt auf Lebensweltorientierung, Integration, Gemeinwesenentwicklung, Empowerment, Dezentralisierung und eine horizontale und vertikale Vernetzung der in diesen Prozeß involvierten und notwendigen Instanzen und Dienste. CBR erhebt nicht den Anspruch, eine allumfassende, universell verwendbare Methodologie der Prävention und Rehabilitation anbieten zu können, sondern postuliert vielmehr ein Grundverständnis, daß gemeinwesenbasierte Rehabilitation als ein permanenter Lernprozeß von allen Beteiligten zu begreifen ist. Dieser erfordert ein gehöriges Maß an Flexibilität. Einerseits hinsichtlich der Anpassung an die Bedingungen vor Ort, an die in einem Land bestehenden Einrichtungen und deren aktuellen Entwicklungsstand und an die Prioritäten und Marschrouten in der jeweiligen Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitik. Und andererseits hinsichtlich der Wege, auf diese Ausgangsbedingungen verändernd einwirken zu können.
CBR als Prozeß meint auch, daß es nicht den Ort gibt, von dem aus ein Programm initiiert werden muß. Ausgangsimpulse können sowohl von beeinträchtigten Personen, von einer bestimmten Gemeinschaft, einem sich nach außen öffnenden Zentrum oder einem Ministerium ausgehen. Bedeutsam ist aber, daß die Nachhaltigkeit eines CBR-Projektes von drei Komponenten bedingt ist: der Artikulation des Bedürfnisses nach Rehabilitation der Betroffenen, der Bereitschaft einer Gemeinschaft, ein solches Bedürfnis sich zu eigen zu machen und der Möglichkeit, fachliche Unterstützung von außen zu erhalten. Fehlt eine dieser Komponenten, entwickelt sich bei Beeinträchtigten bzw. deren Familien kein Rehabilitationsbedürfnis, verweigert sich eine Gemeinschaft oder läßt sich keine Vernetzung mit der Fachkräfteebene aufbauen, wird CBR nicht umsetzbar sein.
Eine grundsätzliche Voraussetzung, daß mit dieser Strategie die Möglichkeit gegeben ist, auch kulturell angepaßte Lösungen der Rehabilitation herzustellen, die dem sozialen Normensystem und der Lebens- und Produktionsweise einer Region, eines Volkes oder einer Gesellschaft entsprechen, ist. m.E. gegeben. Eine Strategie bleibt aber eine Strategie - CBR ist weder vor konzeptionellen Fehlplanungen und -interpretationen gefeit, ebensowenig vor halbherzigen Umsetzungen, noch ist sie eine rehabilitationspädagogische "Effizienz-Revolution", die sich alleinig über das Vertrauen in die "selbstheilenden Kräfte" der Gemeinschaft bewerkstelligen ließe - mit anderen Worten: Sie kostet die nationale und internatione Politik auch Geld. Und sie kostet auch "Humankapital" für Ausbildung, interdisziplinäre Theoriebildung, für Feld- und vor allem Partizipatorische Forschung, damit die Unternehmung 'CBR als Prozeß' lebendig gehalten werden.

• Patronato de Gestión Social de la Municipalidad del Cantón de Playas:

Das Patronat für soziale Angelegenheiten in Playas unterhält das Centro de
Rehabilitación. Es stellt Räumlichkeiten zur Verfügung und gibt finanzielle
Beihilfen. Ein „Gemeinwesenarbeiter“ regt gemeinsame Aktivitäten an und
koordiniert sie.

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• Centro de Rehabilitación:

Das Zentrum für Rehabilitation wurde 2003 gegründet
und bietet medizinisch-physische Rehabilitation, Ergo-, Sprach- und
pädagogische Therapie an. Letzteres würden wir in Deutschland als Früh- und
heilpädagogische Förderung bezeichnen.

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• INNFA:

Das nationale Institut für Kind und Familie ist die größte
Wohlfahrtsorganisation Ecuadors und landesweit tätig. In Playas fördert es die
Anleitung, Beratung und Weiterbildung ehrenamtlicher Helfer. Inzwischen
organisiert eine Freiwillige Therapieangebote im 100 km entfernten Guayaquil
und unterstützt die Selbstorganisation der Betroffenen in Playas.

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• Comité de Rehabilitación:

Das Rehabilitationskomitee ist eine Selbsthilfe-
Initiative, der betroffene Eltern, Fachkräfte (Lehrer, Psychologen, Ärzte) sowie
ehrenamtliche Helfer angehören. Mangels materieller Ressourcen sind die
Möglichkeiten des Komitees sehr begrenzt.

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• Fasinarm:

Die in Guayaquil ansässige Hilfsorganisation bietet Frühförderung,
Schule und Werkstatt für die Rehabilitation Behinderter und unterhält ein
international vernetztes Centro de Recursos für Auftragsforschung und
Weiterbildungsprogramme.

Ecuador, mit einer Fläche von 283.000 qkm, ist eines der kleinsten Länder Südamerikas. Das Land hat eine Bevölkerungszahl von 13 Mill. Einwohnern.

Die Hauptstadt Ecuadors ist die unmittelbar am Äquator gelegene 2.5 Mill. Einwohner zählende Stadt Quito. Guayaquil im Süden des Landes ist die größte Stadt mit ungefähr 3.0 Mill. Einwohnern und sogleich das wirtschaftliche Zentrum des Landes.

Die ethnische Zusammensetzung der Einwohner von Ecuador ist sehr heterogen und spiegelt die verschiedenen Phasen der Geschichte des Landes wieder. Mit dem Stand von 2004 wird folgende ungefähre Zusammensetzung der Bevölkerung angegeben:

Indigenas: 20,0 % (nach Angaben der Indigena-Organisation CONAIE bis zu 50%),

Mestizen: 35,0 %,

europäischer Abstammung: 25,0%.

Mulatten: 15,0 %,

Afroamerikaner: 5,0 %,

 

Ecuador ist in 22 Provinzen geteilt, welche gegliedert in Kantone und Gemeinden sind. Die Stadt Playas befindet sich im Kanton General Villamil nahe der Stadt Guayaquil im südlichen Teil des Landes. Die Provinz des Kantons ist Guayas mit der Hauptstadt Guayaquil.

Playas macht den Eindruck einer hektischen Kleinstadt, welche unmittelbar am Pazifik gelegen ist. Der Kanton zählt 31.000 Einwohner von denen 25.000 im urbanen Zentrum der Stadt Playas wohnen. Die restliche Bevölkerung verteilt sich in die ruralen Viertel von Playas General Villamil. Der Kanton ist in insgesamt in 63 Viertel geteilt von denen 47 urbane und 16 rurale Viertel sind.


In General Villamil findet man 13 staatliche Schulen, 4 städtische Schulen und 14 Privatschulen. Für den weiteren Bildungsweg stehen drei private Colegios und eine Militärakademie zur Verfügung.


Zur Struktur des Gesundheitssystems sind folgende Angaben gemacht. Es existieren ein Krankenhaus mit fünf Subzentren, eine Privatklinik und 15 private Arztpraxen. Vor drei Jahren wurde eine Rehabilitationszentrum gebaut, welches der Ausgangspunkt unserer Arbeit in Playas war.


Wichtigste wirtschaftliche Einnahmequelle des Kantons ist vor allem der Tourismus in der Zeit von Dezember bis April. Da in dieser Zeit die Bewohner von Guayaquil am Wochenende in großer Zahl nach Playas pilgern, um dort ihren Baderlaub zu verbringen.

Des weiteren lebt die Stadt vom formellen Kleingewerbe und von diversen Serviceleistungen. Der größte Sektor ist der des informellen Kleingewerbes. Ein Großteil der Bevölkerung verdient sich ihr Geld mit dem Straßenverkauf von Essen, Obst und Gemüse oder diversen Haushaltsartikeln.

Der traditionelle Fischfang wird mehr und mehr durch die neu ansässigen Fischfabriken verdrängt. Viele Fischer arbeiten nun in den Fischfabriken oder haben Arbeit in den vielen Garnelenzuchtanlagen gefunden.

In den ruralen Gegenden des Kantons ist vereinzelt noch die Viehzucht anzufinden.


Grundlegende Probleme vom Kanton General Villamil sind z.B. eine hohe Trinkwasserknappheit. Das Abwassersystem ist schlecht ausgebaut. Es gibt nur eine asphaltierte Strasse, welche keine Straßenbeleuchtung aufweist.

Die Kriminalität weist eine steigende Tendenz auf, welche vor allem von Jugendbanden aus Guayaquil kommend bedingt wird.

Im Gesundheitssystem von Playas Genaral Villamil fehlt es an medizinischen Equipment und es herrscht ein Mangel an Spezialisten.

Das Elektrizitätssystem befindet sich in einem instabilen Zustand und Playas verfügt über kein organisiertes Müllentsorgungssystem.

Weiter Probleme sind die Zunahme von bettelnden Straßenkindern, Prostitution und ein sich ausweitendem Drogenproblem.

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2005 - L.P. und A.B.

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2006 - Lena Fuchs

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Playas Equador



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